02.08.2016

Braune Suppe darf nicht nach Berlin

 aktion 

»Klare Spree«-Tour zum Kanzleramt

Heute habe ich die beiden bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Benjamin Raschke (Brandenburg) und Franziska Schubert (Sachsen) am Ziel ihrer "KlareSpreetour" in Berlin-Mitte begrüßt und zum Kanzleramt begleitet. Am Kanzleramt haben wir einen Brief an Frau Merkel übergeben und außerdem zwei Flaschen Spreewasser: eine mit kristallklarem Quellwasser und eine mit brauner Suppe aus dem südlichen Brandenburg. (Foto anbei)

Die Aktion verdeutlicht, dass die Verschmutzung der Spree kein alleinig sächsisches oder brandenburger Problem ist. Die schädlichen Stoffe Sulfat und Eisenhydroxid (Eisenocker) kommen unweigerlich nach Berlin, wenn nichts dagegen unternommen wird. Die Länder und die Bundesregierung sind in der Pflicht, die Einleitung zu begrenzen und die Sanierung voranzutreiben.

Das Spreewasser leidet seit langem unter zu hohem Gehalt an Sulfat und Eisenhydroxid (Eisenocker). Folge ist die Verschlechterung der Trinkwasserqualität auch und gerade für die Wohnbevölkerung in Berlin. So hat sich der Sulfatgehalt des Trinkwassers aus dem Wasserwerk Friedrichshagen von 2011 bis 2016 jeweils im Referenzmonat April wie folgt verändert (Siehe Schr. Anfrage 17/18607):

2011: 127 mg/l
2012: 140 mg/l
2013: 157 mg/l
2014: 149 mg/l
2015: 175 mg/l
2016: 203 mg/l

Nur durch Vermischen von Wasser aus verschiedenen Brunnen halten die Berliner Wasserbetriebe den Sulfatgehalt im Trinkwasser für die Bevölkerung einigermaßen im Rahmen. Doch angesichts des Anstiegs in der Spree ist es nur eine Frage der Zeit, bis Sulfatgrenzwerte überschritten werden. Zumal, wenn auch noch neue Tagebaue aufgeschlossen werden, wie es die rot-rote Potsdamer Landesregierung vorhat.
Wir verlangen vom Berliner Senat, dass er sich aktiv gegen den Schadstoffeintrag in die Spree engagiert und gegen weitere Kohletagebaue eintritt.

Das Berliner Trinkwasser ist zu wichtig, um es einfach vergiften zu lassen.

 

 

24.06.2015

„Nicht warten, sondern loslegen!“

 Bustour durch die Lausitz

Nicht nur Reformvorschläge können als „Zangengeburt“ daherkommen. Bustouren auch.  Nach organisatorischen Anlaufschwierigkeiten sind heute Berliner und Brandenburger Abgeordnete durch die Lausitz getourt, um sich über das Thema Kohletagebau direkt vor Ort zu informieren. Zwar fanden nicht alle Programmvorstellungen der Hauptstadt-Delegation Berücksichtigung, das von Abbaggerung bedrohte Bioenergie-Dorf Proschim blieb ein unerreichbares Ziel, eine interessante Tour war es jedoch allemal.

Ob gewollt oder nicht, das Ende der Braunkohle wird kommen. Hierauf muss sich die Brandenburger Landesregierung deutlich aktiver vorbereiten. Und sie muss Perspektiven für die Zeit nach dem Tagebau in der Region entwickeln.

Ein Nachgeschmack blieb allerdings haften. Ein brauner, sozusagen. Vattenfall versucht zwar Eisenhydroxid aus der Spree herauszufiltern, und einen gewissen Fortschritt gilt es hier auch anzuerkennen, ABER die Schwefelverbindungen bleiben ein Problem und gefährden so das Trinkwasser der Berlinerinnen und Berliner. Beim Thema „Braune Spree“ besteht also nach wie vor dringender Handlungsbedarf.

Das Thema bietet weiterhin genug "Arbeitsstoff" - die gemeinsame parlamentarische Arbeit der jeweiligen Ausschüsse kann und sollte noch deutlich vertieft werden.

Presse

»Der Grüne Andreas Otto twitterte aus der Lausitz: "Nicht warten, sondern loslegen. Es wird eine Lausitz ohne Kohle geben. Es ist bloß die Frage, wann."«, Zitat aus »Berlin wünscht sich schnelleren Kohle-Ausstieg von Brandenburg« in Berliner Morgenpost lesen »

»Parlamentarier finden keine gemeinsame Haltung zum Tagebau« im Tagesspiegel lesen » 

01.05.2015

Berlin spart Kohle. Mit LED.

Die schrittweise Umstellung auf die LED-Beleuchtungstechnologie ist ein wichtiger Baustein dafür, dass Berlin zu einer klimaneutralen Stadt wird. Außerdem spart sie Geld. 

Nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung lässt sich in kommunalen Anwendungsbereichen bei der Beleuchtung eine Energieeinsparung von mindestens 50% realisieren und durch eine flächendeckende Umrüstung auf LED-Beleuchtung der Energieverbrauch relevant reduzieren. Der Umstieg auf moderne LED-Systeme in der öffentlichen Beleuchtung Berlins stellt eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch vorteilhafte Alternative zu heute immer noch dominierenden unzeitgemäßen Techniken dar. Neben dem Potenzial die CO2-Emissionen beim Strombedarf im Bereich Beleuchtung zu halbieren, ist die Umstellung auf LEDs mit erheblichen Kosteneinsparungen über den Lebenszyklus verbunden. 

Im Jahr 2011 hat sich Berlin ein Lichtkonzept gegeben, das die Umstellung auf energieeffiziente Beleuchtungstechnologien beinhaltet – seitdem ist nicht viel passiert. So ist bei der umweltgerechten Umrüstung der Straßenbeleuchtung ein enormer Sanierungsstau festzustellen. Berlin setzt zum Teil noch auf veraltete konventionelle Techniken, die laut der sogenannten Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Union (Richtlinie 2009/125/EG sowie Verordnung 245/2009) nicht mehr den darin definierten Anforderungen genügen (werden). Im Jahr 2014 betrieb die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt 600 LED-Leuchten bei rund 224.500 Berliner Straßenlaternen. 

Eine Modernisierung der Stadtbeleuchtung ist ein relevantes Handlungsfeld des Berliner Energie- und Klimaschutzes. Darüber hinaus führt die Umstellung auf LED-Technologie zu weniger Lichtverschmutzung und ist ein wichtiges Anliegen des Naturschutzes. Insekten werden durch nächtliche Beleuchtung mit hohen UV-Anteilen besonders stark angezogen und somit getötet. LEDs dagegen weisen eine deutlich höhere Insektenfreundlichkeit auf. 

Berlin entzieht sich einmal mehr seiner Verantwortung und nimmt zudem seine Vorbildfunktion für private Haushalte sowie Wirtschaft nicht wahr und vergibt damit eine signifikante Hebelwirkung bei der Gestaltung der Energiewende.

Antrag »Berlin spart Kohle. Mit LED" (Drs. 17/2183) lesen »

Sendung "Nahaufnahme: Grüne starten LED-Offensive" vom 30. April auf tvb.de ansehen »

 Enquete-Kommission 

Die Enquete-Kommission „Neue Energie für Berlin – Zukunft der energiewirtschaftlichen Strukturen“ im Abgeordnetenhaus konstituierte sich im Mai 2014, um die energiewirtschaftlichen Ziele und zukünftigen Strukturen für Berlin zu diskutieren. Bündnisgrüner Obmann in der Kommission ist Michael Schäfer, Andreas Otto ist stellvertretendes Mitglied,

In der 6. Sitzung ging es insbesondere um die Wärmeversorgung in der Zukunft, Bedeutung von Fernwärme, Nahwärme und den entsprechenden Netzen. Öffentlich angehört wurden Michael Geißler (Berliner Energieagentur) und Christoph-F. Lange (BLS Energieplan).



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Klimaschutz vorantreiben – europäisch und global

   

Für uns war die drohende Klimakatastrophe nie ein rein ökologisches Thema. Vielmehr stellen wir den globalen Zusammenhang her. Insbesondere die Länder, die am wenigsten zu den Klimaveränderungen beigetragen haben, leiden zuerst und am stärksten unter den Folgen. Doch mehr und mehr zeigt sich, dass auch für die industrialisierten Länder und ihre Ökonomien selbst eine massive Gefahr und Bedrohung besteht. Auch die Verursacher der Klimaveränderungen werden zukünftig stärker von Extremwetterereignissen wie Stürmen, Dürren und Starkregen betroffen sein. Falls alle Bemühungen fruchtlos sein sollten und eine Erhitzung von weit über 2 Grad erfolgt, wäre eine andere Welt die Folge, für die es in der menschlichen Geschichte kein Beispiel gibt. Dies würde die Grundlagen unserer Ernährung und der menschlichen Zivilisation bedrohen.    Mehr »

 

Energiewende jetzt!

 

Kosten, Preise Marktentwicklung

Wir sorgen für faire Energiepreise. Durch die Beschränkung von Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage entlasten wir die Verbraucher um 4 Milliarden Euro.
Wir wollen Versorgungssicherheit, Klimafreundlichkeit, Kosteneffizienz und Flexibilität für alle Verbraucher. Dazu brauchen wir einen anderen Strommarkt, der nicht durch Monopolisten dominiert wird.

 

Der künftige Energiemix

Atom und Kohle haben immer noch einen viel zu großen Anteil an der Stromerzeugung. Wir wollen eine sichere Energieversorgung und einen Klimaschutz, der Deutschland wieder zum Vorreiter macht
Auf der europäischen Ebene muss dringend der Emmissionshandel stabilisiert werden.
Wir verdoppeln den Anteil der erneuerbaren Energien an der Strom- und Wärmeversorgung bis 2020. Statt den Ausbau der Erneuerbaren zu bremsen, schaffen wir verlässliche Rahmenbedingungen und Tausende neue Arbeitsplätze.   Mehr »

URL:http://www.otto-direkt.de/themen/klimaschutz/