30.07.2012

Versagen des BER-Aufsichtsrates immer offensichtlicher

Der Bauverzug bei der Brandschutztechnik soll Ende 2010 bereits 15 Monate betragen haben. Das Agieren von Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Flughafengesellschaft seit Ende 2010 wird immer weniger nachvollziehbar.



Bereits im November 2010 soll laut Presseberichten ein "Memorandum of Understanding" mit der Planungsgemeinschaft pgBBI wegen erheblicher Planungs- und Ausführungsprobleme auf der Baustelle BER unterzeichnet worden sein. Diese Schadenersatzandrohung hat zu keiner veränderten Arbeitsweise der Planer geführt. Aber auch die Chefetage der Flughafengesellschaft hat die notwendigen Schlussfolgerungen nicht gezogen.



Wenn die großen Probleme am BER spätestens ab Ende 2010 bekannt waren, wieso konnten sie nicht behoben werden? Warum hat der Aufsichtsrat in Kenntnis des Memorandums nicht seine Aufgabe ernst genommen und sich regelmäßig berichten lassen?

Offensichtlich hat der Aufsichtsrat versäumt, eine funktionierendes Kontrollsystem aufzubauen. Dabei hat sich vermutlich auch die mangelnde Kompetenz der Mitglieder bei der Abwicklung von großen Bauprojekten gerächt.



Im Untersuchungsausschuss wollen wir dieses Versagen aufklären und Lehren für die Durchführung anderer Großbauvorhaben ziehen.

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URL:https://www.otto-direkt.de/presse/pressemitteilungen/archiv/2012/expand/443380/nc/1/dn/1/