Schulbau in den Bezirken braucht Personal und neue Standards.

27.07.18

 

Schriftliche Anfrage

 

Das geplante Berliner Schulbauprogramm ist eine große Herausforderung nicht nur für den Senat, sondern auch für die zwölf Berliner Bezirke. Den bezirklichen Hochbauämtern fehlt es an genügend qualifiziertem Personal, um die ehrgeizigen Schulbau-Ziele umzusetzen. In 11 Bezirken sind von 547 Stellen aktuell 96 unbesetzt (Die Zahlen zu Lichtenberg werden nachgereicht).

Als größte Schwierigkeit werden die geringen Gehälter benannt. Berlin muss für gleiche Arbeit gleichen Lohn bezahlen, egal ob jemand bei einem Bezirksamt, dem Senat oder der landeseigenen BIM arbeitet.

Obwohl die Personalknappheit lange bekannt ist, bieten manche Bezirke nur zögerlich oder gar keine Plätze im dualen Studium an. Der Senat muss dazu stärkere Anreize setzen. Ein weiterer Schritt zur Gewinnung von Absolventen sind bezahlte Praktika.

Die Koalition hat sich vorgenommen, ökologischer zu bauen und öffentliche Bauten nach dem System des Bundes (BNB) zu zertifizieren. Anders sind unsere Klimaziele kaum zu erreichen. Insbesondere die Bezirke Neukölln und Tempelhof-Schöneberg mit ihren bündnisgrünen Baustadträten gehen dabei voran. Andere Bezirke warten ab. Die Senatsbauverwaltung muss dringend den Nachhaltigkeitsstandard für alle Vorhaben verbindlich einführen und die Bezirke entsprechend unterstützen. Das grösste Schulbauprogramm der Welt braucht nachhaltige Personalentwicklung und nachhaltige Baustoffe gleichermaßen.

Zur Kapazität des Hochbaus in den einzelnen Bezirken:

Neukölln

Spandau

Pankow

Mitte

Reinickendorf

Lichtenberg

Marzahn-Hellersdorf

Treptow-Köpenick

Tempelhof-Schöneberg

Steglitz-Zehlendorf

Charlottenburg-Wilmersdorf

Friedrichshain-Kreuzberg

Kategorie

Anfragen Baupolitik