Vom Alex nach Gethsemane. 30 Jahre Demonstration gegen Wahlfälschung, Honecker und die SED - Treffpunkt: Weltzeituhr am Alexanderplatz

25.09.19 von Andreas Otto

Am 7. Mai 1989 fälschte die SED die Ergebnisse der Kommunalwahl in der DDR. Das tat sie vermutlich 40 Jahre lang bei jeder Wahl, aber im Mai 1989 flog der Betrug auf. Deshalb trafen sich fortan an jedem 7. eines Monats kritische Bürgerinnen und Bürger, um gegen den Wahlbetrug zu protestieren. So auch am 7. Oktober, gleichzeitig dem 40. Jahrestag der Gründung der DDR. Treffpunkt damals war die Weltzeituhr am Alexanderplatz.

Versammlungen, Kundgebungen oder gar freie Demonstrationen waren in der DDR verboten. Trotzdem bildete sich an diesem Tag ein Protestmarsch, der vom Alex zum Palast der Republik und durch die Berliner Innenstadt in Richtung Prenzlauer Berg zog. Nachdem die feiernden Staatsgäste aus dem Palast der Republik abgereist waren, griffen Polizei und Stasi durch, verprügelten Demonstranten und verschleppten sie in Gefängnisse.

An diese Ereignisse wollen wir 30 Jahre später erinnern

Sonntag, den 6. Oktober

Mit Fahrrädern, die aber nicht die ganze Zeit genutzt werden laufen, bzw. fahren wir die historische Route vom 07.10.89 nach.

16:00 Uhr: Treffpunkt Weltzeituhr am Alexanderplatz
17:45 Uhr: Ankunft an der Gethsemane-Kirche
18:00 Uhr: Teilnahme an der Andacht für die weltweit zu Unrecht Inhaftierten
18:45 Uhr: Veranstaltung in der Gethsemane-Kirche

    Moderation: Mona Hille (Bündnis 90/Die Grünen Berlin-Mitte)
    Begrüßung durch die Moderatorin
    Lesung eines Tagebuch-Auszuges von 1989: Verena Sich (Bündnis 90/Die Grünen Berlin-Pankow)
    Gespräch mit Conny Kirchgeorg (Zeitzeugin), Tom Sello (Berliner Beauftragter zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und Andreas Otto (MdA)
    Lesung eines Auszugs aus einem Gedächtnisprotokoll. Nils-Eyk Zimmermann (Bündnis 90/Die Grünen Berlin-Mitte)
    Offene Runde mit anwesenden Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Flyer zum ausdrucken hier

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