Entschließungsantrag - Vor 30 Jahren: Erste freie Wahlen in der DDR

18.03.20 von Andreas Otto

Das Ende der Diktatur in der DDR begann, als viele Menschen anfingen, selbst Verantwortung zu übernehmen. Als sie sich nicht länger belügen lassen wollten und als sie bei der sogenannten Kommunalwahl am 7. Mai 1989 die Stimmzettel zählten und verkündeten, dass die offiziellen Ergebnisse gefälscht sind. An diesem Tag wurde eine Regierung, die vorgab, immer alles besser zu wissen und die Wahrheit gepachtet zu haben als eine Truppe von Lügenbaronen entzaubert. Am Widerspruch von vermeintlicher moralischer, politischer, historischer Überlegenheit und der nackten Wahrheit einer erbärmlichen Lüge zerbrach die Autorität der SED-Diktatur. Sie wurde hinweggefegt, nicht weil sie zweifelte, sondern weil sie ihrer selbst zu sicher war.

Der 18. März 1989 war das Finale der Friedlichen Revolution. Nach 40 Jahren wählten die Menschen in der DDR die Diktatur ab und entschieden sich für Demokratie und eine schnelle Wiedervereinigung Deutschlands.

Aus diesem Anlass bringen die Fraktionen von SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und FDP einen Entschließungsantrag in das Berliner Abgeordnetenhaus ein.

https://www.parlament-berlin.de/ados/18/IIIPlen/vorgang/d18-2571.pdf

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Aktuelles Anträge Aufarbeitung DDR