Die Wohnungsbaugesellschaft Mitte hat den Verkauf weiterer 3.100 Wohnungen in Friedrichshain und Mitte bekannt gegeben. Trotz der gegenteiligen Bekundungen im Wahlkampf will der rot-rote Senat abermals Wohnungsbestände veräußern.

Wenn die landeseigenen Bestände eine soziale Funktion bei der Wohnungsversorgung haben sollen, dann sind auch in Mitte und Friedrichshain entsprechende Bestände erforderlich. Durch die Verkäufe des Senats in den letzten Jahren sind bereits grobe Ungleichgewichte zwischen den einzelnen Bezirken entstanden. Die von Rot-Rot propagierte Zahl von 15 Prozent landeseigenem Bestand gibt es im Bezirk Mitte bereits heute nicht mehr, in Friedrichshain-Kreuzberg wird sie gerade noch erreicht. Schlusslicht ist der Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit 2,25 Prozent bzw. 3.511 landeseigenen Wohnungen.

Nach den letzten Verkäufen in Spandau und zuvor in Hellersdorf ist es bereits der dritte Paketverkauf der neuen Legislaturperiode.

Ob der Senat diesmal größere Anstrengungen unternimmt, an Mietergemeinschaften oder –genossenschaften zu veräußern, darf bezweifelt werden. Das Koalitionspapier ist da sicher geduldig.

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