10.09.26 –
Ich wurde gefragt, was ich vermissen werde nach dieser Sitzung und nach dem Ende der Legislatur. Da habe ich gesagt:
Den Apfelbaum neben dem Abgeordnetenhaus, den die Präsidentin Frau Seibeld auf meinen Vorschlag hin getreu dem Lutherspruch „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ ermöglicht hat.
Die verschiedenen Menschen, Charaktere, Kulturen. Ich werde alle hier im Saal vermissen, Menschen, ob aus Ost oder West, geboren in Berlin, in Deutschland oder irgendwo auf der Welt. Ich habe hier viele kennengelernt, die ich sonst niemals getroffen hätte. Das ist eine große Ehre.
Und Meinen Mauerseglernistkasten vor meinem Bürofenster im Abgeordnetenhaus, den alle Präsidentinnen freundlich geduldet haben.
Während meiner Zeit im Abgeordnetenhaus habe ich Ausschüsse geleitet, Zunächst den Ausschuss
für Bauen und Verkehr, dann den Ausschuss für Medien, Europa und Bundesangelegenheiten. Ich möchte mich bedanken bei
allen, die da mit mir zusammen eine ganze Menge Konstruktives gemacht haben. Und bei der
Fraktion, dass sie mir das übertragen haben.
Ich auch war sehr gerne in fünf Untersuchungsausschüssen, etwa zum BER oder zur Staatsoper und habe da hoffentlich ein bisschen zur Wahrheitsfindung beitragen können. Wenn Sie mal einen Flughafen bauen, kann ich
Ihnen verschiedene Tipps geben.
Ich hoffe, dass einige Gedanken und Initiativen von mir auch noch weiterleben. Das wäre sehr schön und ist,
glaube ich, auch wichtig. Das ist der Holzbau, bei Schulen, Wohnungen, Sporthallen. Das sind die Erinnerungsorte an die SED-Diktatur und deren Überwindung, also konkret der Campus für Demokratie und die Keibelstraße. Und besonders wichtig, eine große Aufgabe, die Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg in der Metropolregion.
Lasst uns zusammenarbeiten und nicht gegeneinander. Spaltung gibt es in diesem Land schon genug.
Ich möchte mich besonders bedanken bei den Menschen in meinem Wahlkreis, die mich fünfmal direkt gewählt
haben. Ich möchte mich bei meiner Partei bedanken, die mich immer dazu nominiert hat, bei meiner Fraktion, die
mich immer gestützt hat und manchmal auch ertragen musste, bei allen hier im Haus und ganz besonders aber bei meiner Familie, die immer hinter mir gestanden hat, auch wenn unsere zeitlichen Interessen oft schwer in Einklang zu bringen waren. Aber das wird ja jetzt alles anders. Nach 344 Plenarsitzungen in diesem Saal, das ist fast ein ganzes Kalenderjahr, sage ich Ihnen allen Danke und auf Wiedersehen.
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