Discounter baut Sozialwohnungen - eine vier Jahre alte Idee wird Wirklichkeit

01.02.18

Erstmalig im Juli 2014 gefordert, wird eine Idee nun Wirklichkeit: Ein Discounter überbaut an 30 Standorten seine Filialen mit insgesamt 2000 Wohnungen, davon 30 Prozent Sozialwohnungen.

Das berichtet der Tagesspiegel in seiner heutigen Ausgabe.

Bereits im Mai 2014 hatte ich in einer Schriftlichen Anfrage den Senat nach dem Potential gefragt, in Berlin Wohnungen auf bestehenden Gebäuden wie Supermärkten zu errichten.

Im Oktober 2014 hat die Bündnisgrüne Fraktion in Berlin mit einer Studie über „Räumliche Potenziale für den Wohnungsbau in Berlin - Strategische Nachverdichtung und Umnutzung im Bestand“ die Forderung nach flächensparendem innerstädtischen Wohnungsbau untermauert.

In den Koalitionsvertrag zwischen Bündnisgrünen, Linkspartei und SPD ist die Forderung einer intelligenten Nachverdichtung im Jahr 2016 mit folgendem Wortlaut eingeflossen (S.27): "Versiegelte Flächen mit niedrigen Gebäuden (z. B. Supermärkte), nicht benötigte Gewerbeflächen oder entbehrliche Parkplätze zählen zum vorrangigen Wohnungsbaupotenzial."

Das Beispiel zeigt: Es lohnt sich, für eine gute Idee zu kämpfen. Auch wenn die politischen Mühlen zuweilen langsam mahlen.

Jedoch: Nach den Privaten muss auch die öffentliche Hand nachziehen. Wir wollen Schulgebäude mit diversen Nutzungen: Ateliers, Bibliotheken, Café oder Studentenwohnen im Dachgeschoss. Als Mischung und für die Öffnung in den Kiez.

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