Berlin braucht einen Standard für Bauen im Klimawandel

02.07.26 – von Andreas Otto –

Rede im Plenum zur aktuellen Stunde „Bauen und Wohnen in Berlin“

Bauen ist immer konkret: Was wird gebaut? Wo wird gebaut? wie wird gebaut? 
Berlin braucht Wohnungen, Berlin braucht auch Gewerbe, Schulen, soziale Infrastruktur. 
Und die Stadt muss sich auf den Klimawandel einstellen

Viele bestehende Wohnungen, viele Schulen, viele Bürogebäude sind nicht auf Hitzewellen ausgelegt wie die, die wir jetzt im Juni erlebt haben. 
Die Gebäude müssen ertüchtigt werden, damit die Leute darin überhaupt leben können, Es muss dringend Saniert werden - gegen Kälte im Winter und Hitze im Sommer. Die Sanierungsrate in Berlin beträg nicht mal 1% pro Jahr. Das ist viel zu wenig. Damit schaffen wir nicht die Einhaltung der Klimaziele und wir tun nichts zum Schutz der Bürger. Es ist eine riesige Aufgabe, die vor uns allen liegt. 

Berlin muss sich an den Klimawandel anpassen. Das betrifft Gebäude und es betrifft den gesamten Stadtraum. 
Wir haben vor einem Jahr den Baumentscheid beschlossen. Die Koalition wollte damit einen Volksentscheid verhindern und hat gesagt, wir machen das. Damit angefangen haben sie aber nicht.  
 
Wie baut man im klimawandel? Die Fachwelt ist da lange schon sicher:  wengier Stahl, Beton und Glasfassaeden, mehr Holz, Lehm, natürliche Dämmstoffe. Das ist auch einfacher bauen. Wir haben das Schuhmacherquartier ausgerufen als Holzbauquartier. Der Holzanteil aber wird immer weniger. Was passiert da, Herr Gäbler?
Berlin braucht einen Standard für Bauen im Klimawandel. Das ist die große Aufgabe für die neue Legislatur.

Damit es schneller geht auch mit seriellem Bauen und mit Typengenehmigung. Herr Gaebler soll sagen, wie viele es da in Berlin schon gibt. Wahrscheinlich keine.  Im Umland von Berlin sind Fabriken entstanden, zum Beispiel in Eberswalde und Frankfurt / Oder. (Holzmodulwerke) Die können Wohnungen produzieren, die braucht man nur aufstellen. Das geht schnell und industriell. Das können wir machen. 
Noch etwas zum Thema Gerechtigkeit: tausende Wohnungen in Berlin haben keinen Wasserzähler, also keine Kontrolle über den individuellen Verbrauch. Sie wollen heute durch eine Änderung der Bauordnung die Nachrüstpflicht abschaffen. Das wollen wir nicht und haben einen Änderungsantrag gestellt. 

 

Aktuelle Gesetzesvorlagen und Anträge

Wohnraumsicherungsgesetz der Koalition

pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/DruckSachen/d19-3072.pdf

Bezahlbare-Mieten-Gesetz - Antrag Bündnis 90 / Die Grünen

pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/DruckSachen/d19-3178.pdf

Berlin bezahlbar machen – Mietendeckel für eine Million Berlinerinnen und Berliner - Antrag Die Linke

pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/DruckSachen/d19-3314.pdf

Gesetz für einfaches Bauen (GEB) der Koalition

www.parlament-berlin.de/ados/19/IIIPlen//vorgang/d19-3236.pdf

Meine Rede zur Gesetzesvorlage (GEG)

youtu.be/SWQKxN4ef2c

 

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Baupolitik | im Parlament | Reden