ANDREAS OTTO http://www.otto-direkt.de Andreas Otto, Sprecher für Baupolitik und für Berlin-Brandenburg https://www.otto-direkt.de/ https://www.otto-direkt.de/ https://www.otto-direkt.de/ ... http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/nachverdichtung-und-platz-fuer-baeume-kavalierstrasse-am-schlosspark-pankow/ Nachverdichtung und Platz für Bäume - Kavalierstraße am Schloßpark Pankow http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/nachverdichtung-und-platz-fuer-baeume-kavalierstrasse-am-schlosspark-pankow/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/nachverdichtung-und-platz-fuer-baeume-kavalierstrasse-am-schlosspark-pankow/ Das Nachverdichtungsprojekt der GESOBAU in der Kavalierstraße am Schloßpark Pankow ist umstritten... Das Nachverdichtungsprojekt der GESOBAU in der Kavalierstraße am Schloßpark Pankow ist umstritten und wird breit in Medien und Politik diskutiert. Die Lage ist offenbar festgefahren.

Es steht beispielhaft für die Debatten um Wohnungsbau im Bestand, der immer wieder auf Kritik und Widerstand stößt. Wohnungsbau durch Nachverdichtung in Berlin ist dringend nötig. Aber er muss Klimaschutz, Bodenversiegelung und Naturräume beachten.

Mein Interesse ist die Suche nach planerischen Kompromissen, die sowohl den Wohnungsbedarf, als auch den Anspruch möglichst geringer Versiegelung bieten. Das geht nur durch größere Höhen. Wer höher baut, kann für Bäume mehr Platz lassen. "Mehr hoch als breit". Gerade in innerstädtischen Bereichen, wie im Zentrum Pankows, sollten sechs Etagen die Regel sein. Neue Gebäude können auch darüber hinaus gehen. Dadurch bleiben Innenhöfe weitgehend erhalten. Ein Kompromiss für Natur, alteingesessene und neue Mitbürger und nicht zuletzt für die knappe Kasse der GESOBAU.

Aktuell droht eine Klage der GESOBAU auf Erteilung einer Baugenehmigung nach §34 BauGB gegen den Bezirk Pankow. Angesichts der Debatten um Klimaschutz, Naturräume in der Stadt und der Frage, wie das Verhältnis von Baumasse und Versiegelung zu behandeln ist, habe ich deshalb den Architekten Volkmar Nickol gebeten, ein paar Varianten zu überlegen, wie neuer Wohnraum gewonnen werden kann, ohne die beiden Innenhöfe stark zu überbauen.

Durch verschiedene Kombinationen der Elemente könnten 100 oder auch mehr Wohnungen errichtet werden.
Außerdem ist ein Vorschlag enthalten, an der Ossietzkystraße eine Gewerbezeile zu errichten. Dadurch würde der urbane Charakter des Gebietes im Pankower Zentrum gestärkt.

Er hat mehrere Vorschläge erarbeitet, die in der beigefügten Studie zusammengefasst sind. Entstanden ist ein Baukasten mit den Elementen
+Aufstockung
+Querriegel
+Türme

Die Studie soll als Anregung dienen, eine Lösung zu finden, die den Naturraum der Innenhöfe weitgehend erhält und gleichzeitig mehr Wohnraum schafft.

Ich habe die Studie auch an die GESOBAU, Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Bezirksstadtrat Kuhn übersandt, um einen neuen Dialog in Gang zu bringen.

Architekturstudie "Grüner Kiez Kavalierstr." von Volkmar Nickol

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Thu, 24 Jun 2021 11:33:00 +0200
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/rigaer-str-94-brandschutzbegehung-im-juni/ Rigaer Str. 94 - Brandschutzbegehung im Juni http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/rigaer-str-94-brandschutzbegehung-im-juni/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/rigaer-str-94-brandschutzbegehung-im-juni/ Rede im Plenum zum CDU-Antrag "Rigaer Straße 94: Geltendes Recht durchsetzen, Gefahr für Leib und... Rede im Plenum zum CDU-Antrag "Rigaer Straße 94: Geltendes Recht durchsetzen, Gefahr für Leib und Leben abwenden"

Auf dem Niveau eines Landesparlamentes sollten Anträge ernsthaft gemacht werden und nicht nur aus abgeschriebenen Pressemeldungen bestehen. Der Stand der Sache ist der, dass in der Rigaer Str.94 Brandschutzmängel vermutet und bei einer Begehung im März durch einen Gutachter des Bezirks festgestellt wurden.
Der Eigentümer hat per Gericht erwirkt mit einem eigenen Gutachter durch das Haus zu gehen. Das ist sein gutes Recht.

Das Problem hier: Es war lang nicht klar, wem das Haus eigentlich gehört. Deshalb ist unser Vorschlag, dass in jedem Grundbuch ein Ansprechpartner stehen muss. Briefkastenfirmen gehen dafür nicht.

Die Begehung ist jetzt für den Juni geplant,um zu begutachten, was an Mängeln noch da, was ist bereits beseitigt wurde und wie das Haus in einen baurechtlich ordentlichen Zustand zu bringen ist. Es wäre klug, wenn das eine normale und friedliche Aktion wird.

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Thu, 03 Jun 2021 14:57:19 +0200
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/neue-gruenderzeit-die-berliner-wirtschaft-braucht-einen-neustart/ neue Gründerzeit: Die Berliner Wirtschaft braucht einen Neustart http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/neue-gruenderzeit-die-berliner-wirtschaft-braucht-einen-neustart/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/neue-gruenderzeit-die-berliner-wirtschaft-braucht-einen-neustart/ Rede zur aktuellen Stunde im Plenum zum Thema "Wir brauchen eine neue Gründerzeit: Die Berliner... Rede zur aktuellen Stunde im Plenum zum Thema "Wir brauchen eine neue Gründerzeit: Die Berliner Wirtschaft braucht einen Neustart, um nach Corona wieder in Schwung zu kommen!"

Für uns ist entscheidend, dass alle wirtschaftlichen Aktivitäten sich orientieren müssen an den Anforderungen des Klimawandels. Das ist der Strukturwandel, um den es geht. Wir bedauern, wenn Unternehmen wie die Messe Berlin verlassen,aber auf der anderen Seite kommen neue Unternehmen nach Berlin, weil die Wirtschaftspolitik und das Leben hier für sie interessant sind.

Die Stadt wird sich verändern. Zum Beispiel, wenn im Zuge der Digitalisierung weniger Büroraum gebraucht wird und die Einkaufszentren schließen. Die Flächen können anders genutzt werden: für Wohnungen, für Bürgerämter, Sport, Gastronomie, Co-working und soziale Ökonomie. Umbau ist die Devise, zu attraktiven Quartieren, die in ihren Zentren das anbieten, was die Leute vor Ort benötigen.
Entscheidend ist die Zusammenarbeit mit Brandenburg. Berlin und Brandenburg sind eine Wirtschaftsregion. Und die machen wir fit für die Zukunf. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Ausbildung junger Menschen.

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Thu, 03 Jun 2021 13:08:25 +0200
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/siegfried-zoels-ist-heute-80-jahre-alt-geworden-meinen-herzlichen-glueckwunsch-zum-geburtstag/ Siegfried Zoels ist heute 80 Jahre alt geworden. Meinen Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/siegfried-zoels-ist-heute-80-jahre-alt-geworden-meinen-herzlichen-glueckwunsch-zum-geburtstag/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/siegfried-zoels-ist-heute-80-jahre-alt-geworden-meinen-herzlichen-glueckwunsch-zum-geburtstag/ Lieber Siegfried, herzliche Glückwünsche zum 80. In normalen Zeiten würde ich Dir persönlich mit... Lieber Siegfried, herzliche Glückwünsche zum 80.

In normalen Zeiten würde ich Dir persönlich mit Handschlag und Blumenstrauß gratulieren, so wie das gemeinhin üblich ist und vielleicht würden wir Torte essen bei „Fördern durch Spielmittel“ oder irgendwo sonst. Gerne auch anstoßen mit einem Glas Rotwein oder Sekt. Und vielleicht würde ich ein paar Worte über die letzten 30 Jahre sagen, die wir uns jetzt kennen. Oder Du würdest ein paar Geschichten aus Deinem Leben erzählen, z.B. die vom 17. Juni 1953, wo Du als Zwölfjähriger am Alexanderplatz den Volksaufstand und die Arbeiterproteste, die von Polizei und Sowjetsoldaten blutig niedergeschlagen wurden, miterlebt hast. Verdammt lang her.

Wir haben uns 1990 kennen gelernt, als die Bürgerbewegungen und neuen Parteien in Prenzlauer Berg in der Dimitroffstraße 81 Büros und Versammlungsräume erhielten und einen gemeinsamen, von der Alternativen Liste aus Westberlin gestifteten Kopierer benutzen konnten.

Du warst Mitglied des im September 89 gegründeten Neuen Forum und ich in der jungen Grünen Partei der DDR. Nach der Kommunalwahl vom Mai bildeten wir eine gemeinsame Fraktion in der Stadtbezirksversammlung. Unsere Fraktion hatte einen Bandwurmnamen: Bündnis 90/UfV/Grüne Liste oder so. Später wurde auch noch Neues Forum dran gehängt, weil einige nicht als Bündnis 90 laufen wollten. Bewegte Zeiten waren das.

Wir bildeten eine Koalition mit der SPD und erhielten zwei Stadtratspositionen. Du wurdest Stellvertretender Bürgermeister und Stadtrat für Familie, Jugend und Sport. Besonders der Aufbau neuer Jugendhilfe-Strukturen, die Einbindung der Arbeit freier Träger und die Schaffung neuer Kinder- und Jugendeinrichtungen war Deine Aufgabe. Und es war eine wichtige. Aber es gab auch viel Neuland. Ich kann mich erinnern, dass Du besonders auch den abenteuerlichen Bauspielplatz Kolle37 begleitet hast. In einer BVV-Tagung kam die besorgte Anfrage, ob es überhaupt zulässig wäre, dass Kinder mit Brettern, Nägeln und Hämmern hantieren würden. Das sei doch viel zu gefährlich. Darauf hast Du ein wenig verschmitzt, aber auch triumphierend irgendeine Verwaltungsvorschrift ausgegraben und vorgelesen, dass auf Bauspielplätzen ein eingeschränkter Arbeitsschutz gilt und das Reinklopfen von Nägeln in alte Bretter ja gerade ein besonderes pädagogisches Ziel wäre.

Weil die Wahlperiode verkürzt wurde, war es mit dem Stadtratswesen für Dich 1992 leider schon wieder vorbei. Danach waren wir gemeinsam in einer Fraktion in der BVV. Ich wurde Vorsitzender. Ende 1993 hast Du mich gefragt, ob ich für die Robert-Havemann-Gesellschaft arbeiten und die Geschäftsführung übernehmen würde. Dort warst Du Vorstand und ich kurz darauf Dein Mitarbeiter. So entstand die kuriose Situation, dass Du tagsüber mein Chef als Vorstand der Robert-Havemann-Gesellschaft warst, ich aber nach Feierabend Dein Vorsitzender. So etwas geht, wenn Menschen sich verstehen und respektieren.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft hat sehr erfolgreich das Archiv der DDR-Opposition in der Schliemannstraße aufgebaut. Mittlerweile ist es in die Ruschestraße umgezogen. Dass der Ruf dieser Institution nicht nur in der Aufarbeitungsszene herausragend ist, sondern auch darüber hinaus als Partnerin für Wissenschaft, Bildung und Medien, ist nicht nur den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu verdanken, sondern auch Dir. Du und die wechselnden anderen ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder hatten nicht nur die Verantwortung für Finanzen und Personal, sondern waren auch immer zur Stelle, wenn es wieder einmal ganz schwierig wurde.

Weil Du die Tradition der Runden Tische nicht nur von Anfang an mitgemacht , sondern auch verinnerlicht hattest, warst Du sehr gerne Co-Moderator am Runden Tisch Instandbesetzung Prenzlauer Berg. Ich war gelegentlich dabei, wenn es darum ging, die verschiedenen Welten von jugendlichen Hausbesetzern und den Eigentümern ebendieser Häuser überhaupt irgendwie in Annäherung zu bringen. Eine schwere Aufgabe, für die neben Pfarrer Winkler auch Du größte Geduld aufbrachtest. Daran denke ich z.B., wenn ich an der Kastanienallee 77 vorbei komme. Das Haus stand leer, wurde 1992 von einer Künstlergruppe besetzt und ist bis heute ein selbstverwaltetes Wohnprojekt. Zusätzlich ist das Kino Lichtblick dort gelandet. Von solchen Erfolgsprojekten gibt es mehrere. Jedes von Ihnen wurde erkämpft und durch die Arbeit des Runden Tisches legalisiert und transformiert. Ein gutes Modell. Wir hätten viele soziale Sorgen um Wohnen und Mieten heute im Bezirk nicht, wenn dieses Modell massenhaft umgesetzt worden wäre.

Lieber Siegfried, neben den erwähnten „Baustellen“ ist Dein eigentliches Lebenswerk aber der Verein „Fördern durch Spielmittel“. Als Kultur- und Kunstmensch hast Du bei diesem Projekt Kreativität mit der praktischen Gesellschaftsaufgabe der Integration, besser Inklusion von Menschen mit Behinderungen vereint. Mit großer Begeisterung höre ich die Berichte von den Kreativitätsworkshops, die Ihr in aller Welt organisiert habt. Meine Tochter Tabea, die herzlich grüßen lässt, hat heute noch einen Drachen aus Papier, der mit Hilfe eines Gummibandes irgendwie aufgezogen wird und sich wackelnd fortbewegt. Ein Geschenk von Dir, möglicherweise von einem Projekt aus Indien. Fördern durch Spielmittel ist gerade 30 geworden und hat eine wechselvolle Geschichte. Die Kreativitätsworkshops, die Ludothek, Schneiderei, Tischlerei, mittlerweile die Arbeit in Gefängnissen. Ich bin da nur Beobachter aus der Ferne. Vor allem aber bin ich Bewunderer, wenn ich überlege, dass es all das ohne Deine Aktivität, Deine Ideen, Deine Beharrlichkeit und Deinen Optimismus kaum geben würde.

Ich denke, Du hast noch einiges vor und wünsche Dir alles erdenklich Gute.

Mit besten Grüßen

Andreas
Berlin, den 22.3 2021

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Mon, 22 Mar 2021 14:18:00 +0100
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/meine-kandidatur-fuer-das-abgeordnetenhaus-2021/ Meine Kandidatur für das Abgeordnetenhaus 2021 http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/meine-kandidatur-fuer-das-abgeordnetenhaus-2021/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/meine-kandidatur-fuer-das-abgeordnetenhaus-2021/ Mit 94 von 129 Stimmen wurde ich zum Kandidaten in Pankow WK6 gewählt. Danke an die Bündnisgrünen... Mit 94 von 129 Stimmen wurde ich zum Kandidaten in Pankow WK6 gewählt. Danke an die Bündnisgrünen in Pankow.
Danke auch an den Herausforderer Christopher Lauer für den spannenden Wettbewerb.



Als Baupolitiker will ich mithelfen, den Energieverbrauch von Gebäuden zu senken und mehr nachwachsende Rohstoffe zu verwenden. Die Zusammenarbeit mit Brandenburg bietet viele Chancen, die noch besser genutzt werden können. Das gemeinsame Holzbaucluster und die Verkehrsstrategie sind zwei davon. Mit der Erneuerung des Jahnsportparkes haben wir ein großes Projekt im Wahlkreis, wo Sport und Inklusion mit Naturschutz und Naherholung an einem einmaligen historischen Ort zusammen funktionieren sollen. Neben den großen Dingen sind es solche lokalen Projekte, die ich gerne voranbringen will.
Hier findet sich meine Bewerbung.

Unsere Kandidat*innen für die neun Pankower Wahlkreise:

  • Wahlkreis 1: Christoph Göring
  • Wahlkreis 2: Susanne Jahn
  • Wahlkreis 3: Oda Hassepaß
  • Wahlkreis 4: Ruben Joachim
  • Wahlkreis 5: Louis Krüger
  • Wahlkreis 6: Andreas Otto
  • Wahlkreis 7: Julia Schneider
  • Wahlkreis 8: Daniela Billig
  • Wahlkreis 9: Stefanie Remlinger
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Sat, 06 Mar 2021 14:32:00 +0100
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/tiere-und-pflanzen-gehoeren-dazu-wie-die-berliner-bauordnung-oekologischer-wird/ Tiere und Pflanzen gehören dazu - Wie die Berliner Bauordnung ökologischer wird http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/tiere-und-pflanzen-gehoeren-dazu-wie-die-berliner-bauordnung-oekologischer-wird/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/tiere-und-pflanzen-gehoeren-dazu-wie-die-berliner-bauordnung-oekologischer-wird/ Beton, Ziegel, Stahl, Glas und viele andere Baustoffe sind die Basis von Wohn- und Gewerbegebäuden... Beton, Ziegel, Stahl, Glas und viele andere Baustoffe sind die Basis von Wohn- und Gewerbegebäuden sowie anderen Bauwerken in der Stadt. Bei Errichtung und Betrieb von Gebäuden wird enorm viel CO2 freigesetzt und der Klimawandel beschleunigt. Darüber hinaus enthält jedes Gebäude Schadstoffe, die im Falle eines Abrisses oft nicht wieder getrennt werden können. Verbundmaterialien und Giftstoffe landen auf der Deponie oder müssen verbrannt werden. Überall wo gebaut wird, verschwindet ein Stück vorhandene Natur. Boden wird versiegelt, Bäume und Vegetation werden gerodet. Die menschliche Zivilisation verursacht durch Bautätigkeit viele Schäden an der Natur, auch in Berlin. Denn hier wird gebaut. Wir bauen Wohnungen, weil viele Menschen hierher ziehen wollen, wir bauen Schulen und Kindergärten, weil Familien wachsen; außerdem wird auch in die Sanierung von Gebäuden, Straßen, Brücken investiert.

Die Stadt erlebt einen Bauboom wie lange nicht mehr. Und damit dieser Bauboom den Lebensraum von Pflanzen und Tieren nicht einfach vernichtet, muss bei neuen Häusern und Quartieren deutlich mehr auf die Verträglichkeit mit der Natur geachtet werden. Ein Weg dahin ist Aufklärung, ein zweiter sind Anreize und ansonsten gibt es natürlich Vorschriften und Gesetze. Ein solches Gesetz ist die Bauordnung, die in Deutschland von den einzelnen Länderparlamenten beschlossen und ggf. novelliert wird. Damit die Praxis wenigstens ähnlich ist, gibt es eine Musterbauordnung, die von der Bauministerkonferenz regelmäßig diskutiert und modifiziert wird. Die Berliner Bauordnung lehnt sich weitgehend an die Musterbauordnung an. Trotzdem hat sich unsere Koalition aus SPD, Linkspartei und Bündnis 90/Die Grünen 2016 einige Punkte vorgenommen, die wir anders machen wollen.  Im Koalitionsvertrag heißt es dazu: „Die Koalition wird die Berliner Bauordnung novellieren mit dem Ziel, eine stärkere Begrünung von Grundstücken und Gebäuden, mehr recyclingfähige Baustoffe, eine Vereinfachung der Genehmigung von Holzbauten, mehr Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und im Wohnungsbau, eine Genehmigungspflicht von Abrissen, eine Abstandsfläche von 0,5 mal Gebäudehöhe  ...  zu erreichen. Die Koalition wird eine Strategie „Asbestfreie Hauptstadt 2030“ zur schrittweisen Asbestsanierung erarbeiten und umsetzen.“

Die große Novelle kommt noch vor der Wahl
Für die bündnisgrüne Fraktion stehen die ökologischen Themen besonders im Fokus. In einer kleinen Novelle im Jahr 2018 wurde in der Berliner Bauordnung u.a. der Grundsatz der Recyclingfähigkeit von Bauprodukten formuliert und die Verwendung von konstruktiven Holzelementen bei Gebäuden bis 22 Meter Höhe deutlich erleichtert. Seit zwei Jahren wird an einer größeren Novelle gearbeitet, die weitere ökologische Fragen behandelt. Der Referentenentwurf der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung liegt bereits vor., Nach der Beteiligung der Verbände (erstmal auch der Umweltverbände) erfolgt dann  die Verabschiedung im Senat. Die parlamentarische Behandlung im Abgeordnetenhaus soll spätestens vor dem Sommer erfolgen, so dass die Beschlussfassung und Veröffentlichung in jedem Fall noch vor der Wahl im September gelingt. Bei den beabsichtigten Änderungen sind mehrere  naturschutzrelevanten Punkte besonders hervorzuheben. Die Abstandsflächen zwischen Gebäuden sollen etwas größer werden. Das bringt mehr Licht, aber auch mehr Platz für die Vegetation. Die Begrünung der Grundstücksteile, die nicht bebaut werden, ist auch heute schon pauschal in der Bauordnung (§8, Abs.1) vorgeschrieben. Trotzdem geschieht das oft nicht oder es werden gar sogenannte Schottergärten angelegt, die das Entstehen einer Vegetation weitgehend verhindern. Dass diese Praxis nicht durch die Bezirksämter unterbunden wird, macht insbesondere ein Umsetzungsproblem deutlich. Die Bauordnung setzt stark auf die Eigenverantwortung von Bauherrinnen und Architekten. Kontrollen vor Ort sind selten und mangels Personal auch nicht flächendeckend durchführbar. Deshalb wollen wir zur rechtlichen Klarstellung, dass Schottergärten explizit gesetzlich verboten werden. Das kann in der Bauordnung geschehen oder nach dem Vorbild von Baden-Württemberg auch im Naturschutzgesetz. Denn jeder Quadratmeter Vegetationsfläche, hilft.

Der Ökoparagraph
In der Bauordnung wird es künftig einen speziellen Ökoparagraphen geben. Arbeitstitel: „Nicht überbaute Flächen der bebauten Grundstücke, Grundstücksbegrünung, tierfreundliches Bauen.“ Um die Begrünung von Grundstücken und Gebäuden als Regelfall zu etablieren, soll die Bauordnung eine Mindestfläche des Grundstückes, der geeigneten Dächer und einen Anteil der Fassade festsetzen, wo Pflanzen wachsen sollen. Dabei wird die Bauordnung den Rechtsrahmen setzen. Für die konkrete Umsetzung sind Handreichungen oder Ausführungsvorschriften notwendig. Neben der Pflanzenwelt haben wir die Tiere im Blick. Dabei geht es zum einen um Nistmöglichkeiten für Gebäudebrüter und Fledermäuse. Die Anzahl der Nistmöglichkeiten, die pro Gebäude oder auf einer bestimmten Fassadenlänge anzubringen sind, muss noch im parlamentarischen Verfahren geklärt werden. Besonders schwierig ist die Debatte um das Thema Vogelschlag an Glas. Dazu gibt es verschiedene Formulierungsvorschläge, die insbesondere auf das Vermeiden spiegelnder Glasflächen orientieren. Spätestens wenn der Gesetzentwurf im Abgeordnetenhaus vorliegt, lohnt sich dazu eine Gesprächsrunde mit den Naturschutzverbänden, um die beste Formulierung zu finden. Letzter Punkt in diesem Kanon ist das Thema Licht. Außenbeleuchtung soll so beschaffen sein, dass die Auswirkungen auf die Tierwelt beachtet werden. Auch das muss noch präziser formuliert werden. Überhaupt ist es so, dass die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und für Umwelt mit den Ökothemen in der Bauordnung Neuland betreten. Historisch befasst sich eine Landesbauordnung mit Gebäudesicherheit, insbesondere Statik, Brandschutz, Haustechnik. Dass die Tier- und Pflanzenwelt selbstverständlich dazu gehört, müssen die Genehmigungsbehörden, die Architekten und viele Bauherrinnen erst lernen. Diese Bildungsaufgabe lässt sich nicht allein mit Gesetzen lösen. Dazu sind die Naturschutzverbände, die Schulen, die Medien und wir alle nötig. Aber wann, wenn nicht jetzt, muss es losgehen.

 

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Mon, 01 Mar 2021 12:58:00 +0100
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/gebaeude-sind-ein-grosser-faktor-im-klimawandel-wir-brauchen-mehr-motivierte-bauleute/ Gebäude sind ein großer Faktor im Klimawandel - Wir brauchen mehr motivierte Bauleute http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/gebaeude-sind-ein-grosser-faktor-im-klimawandel-wir-brauchen-mehr-motivierte-bauleute/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/gebaeude-sind-ein-grosser-faktor-im-klimawandel-wir-brauchen-mehr-motivierte-bauleute/ Rede zum Antrag der FDP Perspektiven für Bauingenieure in Berlin schaffen. In Berlin fehlen... Rede zum Antrag der FDP Perspektiven für Bauingenieure in Berlin schaffen.

In Berlin fehlen Ingenieure. Da der Antrag schon länger in den Ausschüssen ist, habe ich eine Reihe schriftliche Anfragen gemacht, um konkrete Zahlen in Erfahrung zu bringen. In den Bezirken und im Senat fehlen Bauingenieure, Stadtplaner, Elektrotechniker, Leute für den Bereich Heizung, Sanitär, Klima. Auch bei den landeseigenen Unternehmen sieht es mau aus.

Es gibt also ein ernstes Problem: wir haben einen Bauboom und gleichzeitig viele unbesetzte Stellen und einen hohen Altersdurchschnitt in den Verwaltungen.

Die Anzahl der Studienplätze ist das eine. Interessant ist, dass Studiengänge im Bereich Elektrotechnik und Haustechnik bei Frauen nicht so beliebt sind. Was wir ausbauen müssen, sind die dualen Studiengänge. Wir brauchen Praxisnähe. Das andere große Thema ist die Bezahlung. Mit dem Bund werden wir das nicht regeln können. Aber wir können es zwischen dem Land und den Bezirken regeln. Entweder über Tarife oder über klare Zuständigkeiten.

Die größte Frage aber ist die der Motivation. Gebäude sind ein großer Faktor für den Klimawandel. Wir wollen die jungen Leute damit locken, was und wie sie bauen können: mit Holz, mit Begrünungen, mit Solaranlagen. Die Rahmenbedingungen müssen auch inhaltlich stimmen, damit sich mehr junge Menschen für diese Berufe entscheiden.

 

 

 

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Thu, 25 Feb 2021 17:38:42 +0100
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/die-noch-vorhanden-mauerreste-unter-denkmalschutz-stellen/ Die noch vorhanden Mauerreste unter Denkmalschutz stellen http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/die-noch-vorhanden-mauerreste-unter-denkmalschutz-stellen/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/die-noch-vorhanden-mauerreste-unter-denkmalschutz-stellen/ Rede im Plenum zum Antrag von Bündnis 90 / Die Grünen, SPD und Die Linke "Weitere Teile der... Rede im Plenum zum Opens external link in new windowAntrag von Bündnis 90 / Die Grünen, SPD und Die Linke  "Weitere Teile der Berliner Mauer sichern und in Gedenkkonzept einbeziehen".

Die Mauer ist eine Art Wahrzeichen von Berlin. Über Jahre war Berlin mit Beton und Stacheldraht geteilt. Vor dreißig Jahren wurden grosse Teile abgerissen. Das war damals eine Befreiung und hat Spass gemacht. Jetzt aber fragen die Touristen, wo sie denn ist, die Mauer. Mit den Resten der Mauer verschwindet auch die Präsenz der Geschichte im Alltag der Gegenwart. Erst im letzten Jahr wurde ein Stück Hinterlandmauer in der Dolomitenstrasse bei Bauarbeiten beseitig. Die noch in der Stadt verstreuten Reste sollen deshalb aufgelistet und unter Denkmalschutz gestellt werden.

 

 

 

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Thu, 25 Feb 2021 15:57:19 +0100
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/buergerbeteiligung-zum-friedrich-ludwig-jahn-sportpark-vom-20feb-bis-05mrz/ Bürgerbeteiligung zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark vom 20.Feb bis 05.Mrz http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/buergerbeteiligung-zum-friedrich-ludwig-jahn-sportpark-vom-20feb-bis-05mrz/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/buergerbeteiligung-zum-friedrich-ludwig-jahn-sportpark-vom-20feb-bis-05mrz/ Die Senatsverwatlung für Stadtentwicklung und Wohnen hat ein Beteiligungs- und Werkstattverfahren...  

Die Senatsverwatlung für Stadtentwicklung und Wohnen hat ein Beteiligungs- und Werkstattverfahren zur Umgestaltung des Jahnsportparks gestartet.
Vom 20.Feb bis 04.Mrz kann man sich über das Gesamtprokekt den aktuellen Status auf mein.Berlin informieren, Kommentare abgeben und Fragen stellen.
Opens external link in new windowhttps://mein.berlin.de/projekte/informationen-jsp/

Im Anschluss daran lädt der Senat zu zwei Online-Dialogveranstaltungen ein
Diese finden über Zoom am 04. und 05 März um jeweils 18:00 Uhr statt.


04. März 2021 | 18:00 Uhr: Opens external link in new windowOnline - Dialogveranstaltung: Ihre Fragen an die Senatsverwaltung
05. März 2021 | 18:00 Uhr: Opens external link in new windowOnline - Dialogveranstaltung: die Fragen der Senatsverwaltung an die BerlinerInnen



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Wed, 24 Feb 2021 17:38:05 +0100
http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/wir-brauchen-nicht-weniger-sondern-mehr-naturschutz-in-der-bauordnung/ Wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Naturschutz in der Bauordnung http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/wir-brauchen-nicht-weniger-sondern-mehr-naturschutz-in-der-bauordnung/ http://www.otto-direkt.de/home/homevolltext/article/wir-brauchen-nicht-weniger-sondern-mehr-naturschutz-in-der-bauordnung/ Rede zu den Anträgen von CDU und FDP zur Änderung der Bauordnung für Berlin (BauO Bln). Die... Rede zu den Anträgen von CDU und FDP zur Änderung der Bauordnung für Berlin (BauO Bln).

Die Bauordnung ist ein Landesgesetz mit dem geregelt wird, was und wie gebaut werden darf. Die FDP möchte, mit Bezug auf die Musterbauordnung, die länderübergreifend ist, alles streichen, was in der Berliner Bauordnung neu gemacht werden soll für mehr Umweltschutz und bessere soziale Räume.  Aber das Gegenteil ist notwendig, wir brauchen nicht weniger, sondern mehr Naturschutz, Barrierefreiheit und Spielplätze.
Wir müssen mit der Natur leben und das muss auch in die Bauordnung. Da haben wir mit der Novellierung einen Anfang gemacht. Es wird einen sogenannten Ökoparagraphen geben.

Spielplätze und Barrierefreiheit brauchen wir auch nicht weniger, sondern mehr. Nicht nur Kinder benötigen Räume für einen Aufenthalt draußen, sondern die Erwachsenen auch.
Barrierefeiheit ist durch die UN-Behindertenrechtskonvention vorgeschrieben. Berlin ist bei der Umsetzung gar nicht so schlecht. Aber statt hier aufzuhören brauchen wir auch hier mehr - und nicht weniger.


Der aktuelle Referentenentwurf zur Novellierung der Bauordnung enthält bereits viele Punkte aus diesen beiden Anträgen der CDU und FDP. Deshalb sollten wir besser im Ausschuss über diesen Entwurf reden als über die Anträge.

Opens external link in new windowAntrag der FDP-Fraktion zur Änderung der Bauordnung für Berlin (BauO Bln)
Opens external link in new windowAntrag der CDU-Fraktion zur Änderung der Bauordnung

 

 

 

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Thu, 11 Feb 2021 16:48:28 +0100