BER - die Bauernopfer rächen sich bitter

Bei aller denkbaren Kritik an der Planungsgemeinschaft pg BBI - das war ein Bauernopfer. Die Tragweite dieses entschlossenen Handelns konnte niemand im Aufsichtsrat realistisch einschätzen. Die Kaufleute, Juristen und Gewerkschaftsfunktionäre wollten ihre eigene Haut retten und interessierten sich nicht für Rauchmelder oder Softwareprobleme.

ABER: Wer keine Ahnung hat, kann auch die Arbeit seines Personals nicht beurteilen. Und die Folge von Entscheidungen nicht überblicken.

Der neue Technikgeschäftsführer Harr Amann ist seit mehreren Monaten damit befasst, die erbrachten und die ausstehenden Leistungen der beteiligten Firmen zu sortieren. Ursprünglich sollte im November 2012 in großem Stil weiter gebaut werden. Doch die Analyse des Zustandes des Terminals ist auch im Januar 2013 nicht abgeschlossen. Von Bautätigkeit oder einem neuen Zieltermin nicht zu sehen.

Es rächt sich, dass der Informationsfluss über alle Planungen und Bauausführungen durch den Aufsichtsrat aktiv abgeschnitten wurde. Die Folgekosten dieser Entscheidung sind unabsehbar. Bereits die letzten Monate seit Mai 2012 kosten über 100 Mio Euro. Und das sind nur die Stillstandskosten des Projektes. Jeden Monat zahlen wir alle ca. 15 Mio,  und zwar ohne sichtbare Gegenleistung.

Der neue Aufsichtsratschef, Matthias Platzeck, wird daran erstmal wenig ändern können. Er ist durch die eigene Verstrickung in die Fehlentscheidungen gehandicapt.

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