Liebe Leserinnen und Leser,
seit dem 08. Dezember 2016 regiert Rot-Rot-Grün Berlin. Bündnis 90/Die Grünen steht für die ökologische Erneuerung Berlins. Auf sauberer Luft, mehr Bäumen und Gründflächen und vor allem Energieeffizienz liegt unser besonderes Augenmerk. In der Wohnungspolitik verbinden wir ökologische und soziale Ziele. Auf dieser Seite sind die Beiträge zum I. Abschnitt der Koalitionsvereinbarung: »Investieren in die Stadt von Morgen«.
Viele Jahre hat Berlin aus Haushaltsgründen Immobilien meistbietend verkauft. Niemand hat zuvor ernsthaft geprüft, ob Grundstücke vielleicht später für Schulen, Spielplätze, Kultureinrichtungen oder landeseigene Wohnungen gebraucht würden.
Damit sich diese Politik ändert, wollen wir ein nachhaltiges, strategisches Flächenmanagement einführen. Dazu gehört, dass durch eine aktive Ankaufs- und Vergabepolitik eine strategische Grundstücksreserve aufgebaut und die Flächennutzung an städtebaulichen, sozialen, ökologischen und stadtwirtschaftlichen Kriterien ausgerichtet wird.
Um eine bedarfsgerechte Versorgung mit Wohnraum realisieren zu können, wollen wir das Baulandangebot verstetigen und Flächenpotenziale besser mobilisieren. Anders als in der Vergangenheit sollen auch nicht mehr benötigte Bahnflächen erworben werden. Nach dem Vorbild von Adlershof oder dem alten Schlachthof sollen im Einzelfall Entwicklungsgebiete ausgewiesen werden. Gemäß Baugesetzbuch wird in solchen Gebieten das Eigentum an Grund und Boden durch die Kommune erworben, erschlossen und dann in Einzelparzellen zweckgebunden veräußert.
Durch den Druck auf dem Berliner Immobilienmarkt verlieren verstärkt auch Sozialprojekte, Kindergärten oder Beratungsstellen ihre Räume. Soziale Träger finden oft nur schwer neue Mietobjekte. Deshalb soll über ein Generalmietermodell ein Pool an Wohn- und Gewerberäumen gebildet werden, der für kleine Träger eine Anmietung wesentlich vereinfacht. Ist etwa ein Wohnprojekt zuende, sucht der Generalmieter ein anderes Projekt und die Nutzung geht weiter. Für Hausbesitzer ergibt sich dadurch eine Verminderung des Risikos aufgrund vermehrter Mieterwechsel.
Flächen für den Wohnungsbau sollen an landeseigene Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften, soziale Bauträger wie auch Baugruppen vergeben werden. Der Anteil der Wohnungen, die für Personen mit geringem Einkommen oder in besonderen Lebenslagen vorgesehen ist, soll zukünftig zwischen 30% und 50% betragen. Ausnahmslos bei allen Wohnungsbauvorhaben werden wir über einen mit dem Investor zu schließenden städtebaulichen Vertrag die Übernahme von Kosten für soziale und technische Infrastruktur, die Voraussetzung oder Folge des geplanten Wohnungsbauvorhabens ist, sicherstellen. Das kann bei größeren Vorhaben eine Kostenbeteiligung z.B. für eine Schule oder einen Kindergarten sein. Gemeinwohlorientierte Nutzergruppen und Träger sowie Genossenschaften werden leichter Zugang zu Liegenschaften erhalten, beispielsweise indem mehr Konzeptvergaben in Erbbaurecht erfolgen.
Kosten- und Planungsdebakel wie bei der Staatsoper oder beim Flughafen BER sollen zukünftig vermieden werden. Die Kosten bei Baumaßnahmen des Landes werden daher frühzeitig ermittelt und abgesichert. Wenn Projekte erst einmal im Haushalt veranschlagt sind, sind Änderungen der Bauvorhaben grundsätzlich ausgeschlossen.
Der Sanierungsstau bei öffentlichen Gebäuden duldet keinen weiteren Aufschub und wird endlich angegangen. Mit einem klaren Sanierungsfahrplan und einem langfristigen Investitionsprogramm wollen wir die Versäumnisse der Vergangenheit beseitigen. Die Baubereiche werden hierfür entsprechend mit Personal ausgestattet.
Die Berliner Bauordnung wird grüner: wir stärken die Begrünung von Grundstücken und Gebäuden, die Verwendung von recyclingfähigen Baustoffen, vereinfachen die Genehmigung von Holzbauten und sorgen für mehr Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden und im Wohnungsbau.
Was mich besonders freut, da ich mich seit Jahren dafür einsetze: Bis 2030 sollen alle städtischen Wohnungen asbestsaniert sein. In die noch zu erarbeitende Strategie "Asbestfreie Hauptstadt" werden auch private Eigentümer einbezogen.
Wohnen in Berlin – für viele Menschen heißt das steigende Mieten, anwachsende Mietbelastung und ständige Verdrängungsangst. Damit Menschen nicht ihr vertrautes Wohnumfeld verlassen müssen, sich ihre Wohnung leisten können und andere überhaupt einen bezahlbaren und angemessenen Wohnraum finden, wollen wir den Mieter*innen- und Wohnraumschutz ausbauen. Zum Beispiel durch die Aufnahme des Wohnungsamts in die einheitliche Ämterstruktur der Bezirke sowie durch Aufstockung des hier tätigen Personals. Hierzu gehört auch die konsequentere Anwendung der Zweckentfremdungsverbotsverordnung.
Des Weiteren sollen Mieter*innen besser vor den Folgen von lmmobilienspekulation, Luxussanierung und Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen geschützt werden. Die Instrumente hierfür: Ausweitung von Sozialen Erhaltungsgebieten, offene Mieterberatungen, Kollektivverträge für Transferleistungsbeziehende mit den Mieterorganisationen.
Sanierungs- und Energieeffizienzmaßnahmen sind richtig und wichtig. Sie dürfen aber nicht als Instrument zur Verdrängung von Mieter*innen missbraucht werden können. Ökologische Ertüchtigung muss immer auch sozial sein. Wir wollen deshalb Quartiere nach besonderem Städtebaurecht definieren, deren Entwicklungsziel die energetische Sanierung bei Warmmietenneutralität, d. h. eine höhere Grundmiete wird durch sinkende Betriebskosten kompensiert, bestimmt.
Zur Flankierung der wohnungspolitischen Ziele und um Spekulation zu begrenzen, nutzt Berlin verstärkt seine Vorkaufsrechte nach Baugesetzbuch. Dazu sollen gezielt Vorkaufsrechts-Verordnungen erlassen werden. Vorrang hat der Ankauf zugunsten von städtischen Wohnungsbaugesellschaften.
Das, was wir in Berlin an Wohnungen im sozialen Wohnungsbau haben, muss stärker für die Mieter*innen mit geringem Einkommen genutzt werden. Um die Wohnraumversorgung von Haushalten mit geringem Einkommen zu verbessern, sollen durch eine umfassende Reform gerechte Sozialmieten und Belegungsbindungen gesichert werden. Ziel ist es, die Mieten zu senken und nach den Einkommen der Mieter*innen zu staffeln.
Für Sozialwohnungen mit Anschlussförderung (Zuwendungen zur Bewirtschaftung öffentlich geförderter Sozialwohnungen) werden wir ein System der sozialen Richtsatzmiete mit einkommensabhängigen Mietstufen einführen. Im Gegensatz zum Kostenmietenprinzip wird hiermit eine Höchstgrenze festgelegt, die auch bei Wiedervermietung von Wohnraum gilt. Wie diese Ziele auch für Sozialwohnungen ohne Anschlussförderung erreicht werden können, werden wir rasch entscheiden. Endet nämlich die (Grund-)Förderung, gilt die Wohnung auch weiterhin als öffentlich gefördert, mit der Folge, dass der Vermieter die Kostenmiete verlangen kann, d. h. bei Mieterhöhungen stellt der Mietspiegel hier keine rechtliche Begrenzung dar. Wir müssen verhindern, dass dadurch exorbitante Nettokaltmieten vom Vermieter gefordert werden können.
Im belegungsgebundenen Bestand werden folgende Sofortmaßnahmen umgesetzt:
Gesetzlich regeln wir sofort:
Ferner sollen
Die Koalition wird eine Anlaufstelle für Mieter*innen von Sozialwohnungen einrichten, wo Miethöhen und Bescheide überprüft werden können.
Um mehr bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zu schaffen und gegen Wohnungslosigkeit und soziale Ausgrenzung vorzugehen, wollen wir bei städtischen Wohnungsbaugesellschaften und mit Mitteln der Wohnraumförderung mehr Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindung bereitstellen. Diese werden zukünftig intensiver kontrolliert, Verstöße sanktioniert.
Als Grundlage für die zukünftige Arbeit wird ein Wohnraumbedarfsbericht (inkl. Wohnungslosen- und Räumungsstatistik) erstellt.
Zur Prävention von Wohnungsverlusten und Räumungen werden wir ...
Geflüchtete Menschen sollen künftig vor allem in Wohnungen untergebracht werden. Hierfür sollen auch vermehrt private Anbieter gewonnen werden. Wie Geflüchtete Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein anmieten können, wird geprüft.
Die Bereitstellung von Wohnraum für besondere Bedarfsgruppen wird in die Wohnraumförderung integriert.
Um Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt auszuschließen, werden spezielle Beratungsangebote geschaffen.
Damit die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften auch zukünftig in öffentlicher Hand verbleiben, soll deren Privatisierung durch die Landesverfassung ausgeschlossen werden. In den nächsten fünf Jahren werden mindestens 55.000 zusätzliche landeseigenen Wohnungen angestrebt. Jährlich sollen mindestens 6.000 Wohnungen gebaut werden. Ziel ist es, bis zum Jahr 2025 den Bestand durch Neubau und Ankauf auf mindestens 400.000 Wohnungen zu erhöhen. Familien und Personengruppen mit besonderen Bedarf an bezahlbaren, kleinen, altersgerechten oder barrierefreien Wohnungen sowie betreutes Wohnen haben wir dabei besonders im Blick.
Um Menschen, die sich nicht selbst mit Wohnraum versorgen können, ein zusätzliches Angebot bereitzustellen, werden die städtischen Wohnungsbaugesellschaften sicherstellen, dass mindestens 50% der Neubauwohnungen für Personenkreise mit WBS-Berechtigung zur Verfügung stehen.
»Mietenentwicklung dämpfen, Modernisierung vorantreiben, Vergabe sozial gestalten«
Mieterhöhungen in bestehenden Mietverhältnissen werden begrenzt (für vier Jahre auf zwei Prozent jährlich). Die Wohnungsgrößen bei Härtefallregelungen werden mieterfreundlicher gestaltet.
Energetische Modernisierungen dürfen mit maximal 6% auf die Jahresmiete umgelegt werden. So bleibt die Warmmiete annähernd stabil. Durch eine stärkere Einbindung der Mieterräte sollen die Bestandsmieter vor Verdrängung geschützt werden.
Neuverträge für Wohnungen im Bestand der städtischen Wohnungsbaugesellschaften sollen zu 60% an Haushalte mit Wohnberechtigungsschein gehen.
Bei der Wohnungsvergabe werden besondere Bedarfsgruppen, Haushalte mit niedrigen Einkommen und Transferleistungsbeziehende fokussiert. Dabei soll die Vergabe an die unterschiedlichen Gruppen überall in der Stadt erfolgen, räumlich gleichmäßig. Wohnungstausche bei landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sollen attraktiver werden: die jeweiligen Mietverträge der Vormieter sollen unverändert übernommen werden können.
Die Wohnungsbaugesellschaften und die berlinovo sollen auch ihre Gewerberäume gezielt für soziale Aufgaben und spezifische Wohnformen, kleinteilige Gewerbebetriebe und Kultur zur Verfügung stellen. Bei Neubauprojekten sollen in den Erdgeschosszonen Gewerberäume errichtet und bestehende Gewerbehöfe weitgehend erhalten werden.
»Partizipative Bauplanung, aktive Mieter*innenschaft«
Eine umfassende Beteiligung von Anwohnerinnen und Anwohnern bei Bauprojekten sollen breit getragene Lösungen ermöglichen. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften müssen diesbezüglich als Vorbild handeln.
Die Mitbestimmung durch die Mieterschaft soll gestärkt werde. Die derzeitige Praxis kommt auf den Prüfstand, insbesondere die Wahlordnung für den Mieterrat.
»Intelligent nachverdichten«
Nachverdichtung soll den Bedarf an Wohnungen decken helfen. Potential hierfür sehen wir vorrangig bei versiegelten Flächen mit niedrigen Gebäuden, nicht benötigten Gewerbeflächen oder entbehrlichen Parkplätzen. Dabei soll natürlich die notwendige Infrastruktur und Freiräume immer mitgedacht und mutgeplant und mitgebaut werden.
»Wohnungsbau braucht Förderung«
Wir schaffen eine Wohnungsbauförderung, die allen offensteht. Vorrangig sollen jedoch die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und sozial orientierte Bauträger bei der Vergabe berücksichtigt werden. Die jährlich zu fördernde Anzahl von neuen Wohnungen soll ab 2018 schrittweise von 3.500 auf 5.000 erhöht werden.
Die Koalition will die Modernisierung von Wohnungen stärker finanziell unterstützen. Wir wollen dabei erreichen, dass, insbesondere in Gebieten mit sozialen Erhaltungssatzungen, Haushalte mit geringem Einkommen vor untragbaren Mieterhöhungen geschützt werden (z. B. durch Belegungsbindung).
Zudem werden wir das preisgünstige Segment im Bestand der Wohnungsbaugesellschaften stärken. Für ca. 1.800 bis 2.000 Wohnungen pro Jahr in den Wohnbeständen mit Mieten über dem Durchschnitt der kommunalen Wohnungsbestände werden Neuvermietungen mit der Durchschnittsmiete vorgenommen. Übersteigt die Nettokaltmiete 30% des Einkommens, wird die Miete zu Lasten des Eigenkapitals entsprechend abgesenkt.
»Wohnungsbaugenossenschaften besser unterstützen«
Mit ihren 190.000 Wohnungen können Genossenschaften mietpreisdämpfend und sozialstabilisierend wirken. Durch Wohnraumförderung, die Bereitstellung von Grundstücken und Kooperationen beim Vorkaufsrecht sollen diese stärker unterstützt werden.
Die Übernahme der Anteile durch das Jobcenter soll zukünftig möglich sein. Ein Darlehens- und Bürgschaftsprogramm für Haushalte mit geringem Einkommen wird geprüft.
»Der Mieter*innenstadt Berlin eine starke bundespolitische Stimme geben«
Die Mietpreisbremse muss endlich besser, d. h. wirkungsvoller, die Mieterhöhungsmöglichkeiten nach Modernisierung sollen abgesenkt und auf Maßnahmen der energetischen Sanierung und Barrierefreiheit konzentriert, der Schutz vor überhöhten Mieten für die Wirtschaft soll verbessert, die Kappungsgrenze verändert, der Schutz vor Kündigungen wegen Eigenbedarfs, Mietrückständen und bei Umwandlungen in Eigentum soll ausgeweitet werden. Das sind nur einige Beispiele für den dringlichen Handlungsbedarf auf Bundesebene. Berlin wird auch hier mietenpolitisch aktiv werden.
»Bürger*innenbeteiligung und Planungskultur stärken«
Gemeinsam unsere Stadt gestalten – das geht nur, wenn diejenigen, die direkt betroffen sind, miteinbezogen werden. Deshalb stärken wir die Strukturen und Prozesse der Bürgerbeteiligung. Planerische Vorhaben werden frühzeitig veröffentlicht. Wir schaffen auf Landes- und Bezirksebene eine Anlaufstelle zur Bürgerbeteiligung, bauen die Möglichkeiten zur Partizipation via Internet aus, streben eine Änderung des Gesetzes zur Ausführung des Baugesetzbuchs an.
Den gesamten Vertrag können Sie hier herunterladen.
Mit einem überragenden Ergebnis wurde ich im Wahlkreis Pankow 6 wiedergewählt. Dafür danke ich allen Wählerinnen und Wählern sowie den vielen UnterstützerInnen aus Partei, Nachbarschaft, Freundeskreis und Familie.
Ich hoffe, dass wir endlich mehr bündnisgrüne Politik für Pankow und Berlin umsetzen können. Ob gesunde Schulen, Wohnungen für die Zukunft oder mehr öffentlicher Nahverkehr. Es gibt eine Menge zu tun, um Berlin noch besser zu machen.
Ihr Andreas Otto
Erststimmenanteile im Wahlkreis Pankow 6 - Prenzlauer Berg Nordwest
<iframe src="//www.youtube.com/embed/DU3LszuYTHs" style="float: left;" width="294" height="221" frameborder="0"></iframe>Liebe Nachbarn,
zum dritten Mal trete ich bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin als Ihr Direktkandidat im nordwestlichen Prenzlauer Berg an. Bereits 2006 und 2011 haben Sie vom und rund um den Falkplatz, Mauerpark, Helmholtz- und Arnimplatz mir als Vertreter für diesen Wahlkreis das Vertrauen geschenkt.
Erträgliche Verkehrslösungen am Arminplatz und in der Malmöer Straße (Sanierung Böse Brücke), Erhalt der Jugendfarm Moritzplatz, Wiedereröffnung des Dschungel-Spielplatzes im Gleimviertel, Erneuerung des Regenbogen-Spielplatzes im Mauerpark, Unterstützung bei Sanierungsproblemen/Entmietung – das sind nur einige der Anliegen aus dem Wahlkreis, für die ich mich seit 26 Jahren, davon die letzten 10 Jahre im Landesparlament und 16 Jahre als Bezirkspolitiker, eingesetzt habe und weiter einsetzen werde.
Auf Landesebene kämpfe ich für eine andere Wohnungspolitik, damit die Mieten auch im innerstädtischen Bereich bezahlbar bleiben und der bunt gemischte Charme und die soziale Vielfalt unserer Kieze nicht vollends verloren geht.
Durch die Baumiseren beim Flughafen BER und der Staatsoper wurden Milliarden an Steuergeldern verschwendet. Diese Mittel hätten wir gut für Schulen einsetzen können. Die Verschwendung von Steuergeldern bei Berliner Großprojekten muss aufhören!
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir am 18. September erneut Ihre Erststimme geben, damit ich die erfolgreiche Arbeit für Prenzlauer Berg – für Sie – fortsetzen kann.
Seit dem 08. August ist wählen übrigens auch per Brief möglich: briefwahl-berlin.de
Vielen Dank im Voraus.
Ihr Andreas Otto
Politik im Abgeordnetenhaus besteht zu einem großen Teil aus Debatten. Ich spreche gerne im Plenum zum gesamten Parlament. Ob mit der großen Keule, den ruhigen Tönen oder mit mehr Humor, das hängt einfach von den Themen ab. Der Flughafenskandal am BER macht mich jedes mal wütend, weil einfach durch Misswirtschaft Milliarden vergeudet werden, die für Schulen, Kindergärten oder die Universitäten so dringend gebraucht werden. Aber auch auf anderen Gebieten hadere ich oft mit dem Senat. So hat Berlin zwar einen Wohnungsbausenator aber keine Stadtentwicklung. Wer nur in Wohnungszahlen denkt, aber Schulen, Kindergärten und Arbeitsplätze kaum beachtet, der kann keine Stadt entwickeln.
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Haushalt 2016/17
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Baubeschleunigungsgesetz
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Milliardengrab BER
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Berlin ist eine Stadt mit 85% Mieterhaushalten. Ein Fünftel bis ein Viertel davon braucht Hilfe bei der Finanzierung ihrer Miete. Deshalb brauchen wir weiter geförderte Sozialwohnungen, landeseigene Wohnungsbaugesellschaften und Wohngeld für Menschen mit geringem Einkommen. Viele Häuser haben einen hohen Heizkostenverbrauch. Ich trete dafür ein, dass die notwendige energetische Ertüchtigung der Gebäude zu vertretbaren Kosten erfolgt. Änderungen im Mietrecht, mehr öffentliche Fördermittel und Sanierungsfahrpläne sind der Weg dahin. Auch wo neu gebaut wird, möchte ich die Berliner Mischung hinkriegen. Also verschiedene Eigentümer, Wohnungsgrößen und -preise. Stadtentwicklung heißt nicht nur Wohnungen bauen, sondern auch Schulen, Gewerbe und Sportflächen mit zu planen. Und nachhaltig muss Berlin endlich werden. Wenig Energieverbrauch und ökologisch unbedenkliche Baustoffe sind mein Ziel. Auch das Asbest aus den Nachkriegswohnungen muss endlich verschwinden. Als Umweltschützer empfinde ich die durch den Senat langjährig geduldete Gesundheitsgefährung durch die giftigen Fasern als große Schweinerei.
Berlin lässt öffentliche Gebäude verfallen. Und wo etwas getan wird, ist es zu teuer und schlecht organisiert. Die Staatsoper ist dafür ein Paradebeispiel. Viele Schulen und Verwaltungsgebäude müssen endlich instand gesetzt werden. Wo neue entstehen bitte nach hohen Standards. Klimaschutz und Energie sparen sind in Berlin fast noch Fremdworte.

Seit 2011 leite ich den Ausschuss für Bauen, Wohnen und Verkehr des Abgeordnetenhauses. Das ist eine spannende Aufgabe, auch wenn die Koalitionsabgeordneten mit ihrer Mehrheit es einem Vorsitzenden sehr schwer machen können. Streit gibt es um Tagesordnungen und darüber, wann Anträge der Opposition auf die Tagesordnung kommen. Höhepunkte der Arbeit waren die großen Anhörungen zum Wohnraumversorgungsgesetz, zum Nachtflugverbot am BER oder zur fehlenden Strategie des Senates beim Umgang mit Asbest in landeseigenen und privaten Wohnungsbeständen.
Aktuelles zur Wohnungs- und Baupolitik lesen »
Seit im Jahr 2012 die Eröffnung des neuen Flughafens abgesagt werden musste, untersuche ich die Ursachen dieses größten Bauskandals von Berlin und Brandenburg. Missmanagement, fehlendes Verantwortungsbewusstsein von Aufsichtsräten und Geschäftsführern sowie überhöhte Rechnungen und Korruptionsfälle sind symptomatisch für das Geschehen in Schönefeld. Damit sich das ändert, haben wir 2012 einen Untersuchungsausschuss gegründet, der im Juni 2016 seinen Abschlußbericht vorlegen wird. Wir haben herausgefunden, wie es zu dem Desaster gekommen ist und was bei anderen Großbauprojekten besser gemacht werden muss.
Unser bündnisgrüner Zwischenbericht findet sich hier »
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Im Ausschuss für Europa- und Bundesangelegenheiten sowie Medien kümmere ich mich um die gemeinsamen Angelegenheiten von Berlin und Brandenburg. Außerdem befassen wir uns dort mit den Auswirkungen der Brüsseler Politik auf Berlin. Durch Diskussionen mit den Berliner Botschaftern von EU-Staaten habe ich Einblick in die ganz unterschiedliche Sicht auf Europa erhalten. Bei einer Fahrt nach Athen haben wir nicht nur viele Institutionen und die Stadt besichtigt, sondern auch im griechischen Nationalparlament diskutiert und ein bedrückendes Abschiebelager besucht.
Bericht von der Info-Reise nach Athen lesen »

Im Unterausschuss für Beteiligungsmanagement und -controlling diskutieren wir regelmäßig mit den größeren landeseigenen Unternehmen ihre Bilanzen, anstehende Investitionen und ihren Nutzen für Berlin. Die Flughafengesellschaft und die sechs Wohnungsunternehmen beschäftigen mich dort besonders, aber auch IBB,BSR und BVG. Jeder Euro, den wir gern für preiswerten Wohnungsbau, für energetische Modernisierung oder die Kappung von Mieten ausgeben, muss entweder durch die Mieterschaft oder den Landeshaushalt aufgebracht werden. Angesichts hoher Verschuldung trete ich für kaufmännische Vorsicht und risikoarme Unternehmenspolitik ein. Die Misswirtschaft der 90er Jahre darf sich einfach nicht wiederholen.
<iframe src="//www.youtube.com/embed/9pmtUBuZDhY" style="float: left;" width="294" height="221" frameborder="0"></iframe>Am 12./13. März 2016 haben die Berliner Bündnisgrünen im Kino Kosmos die Landesliste für die Wahl zum Abgeordnetenhaus aufgestellt.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal meinen Dank an alle Delegierten zum Ausdruck bringen, die mich auf Platz 14 der Liste gewählt haben.
Meine (Bewerbungs-)Rede kann im Video noch einmal nachverfolgt werden.
Bewerbungsschreiben für die LMV/LDK am 12. März lesen » (pdf-file, 214KB)
Die komplette Landesliste gibt es hier »